Lesung: Walther Grunwald – „Gehungert haben wir nicht“

Buchvorstellung und Lesung

Walther Grunwald

„Gehungert haben wir nicht.“
Der Schwarzmarkt in Berlin 1945 bis 1949


Donnerstag, 24. Oktober um 20 Uhr

Einführung: Diethelm Kaiser

 

Eintritt frei!

Sie sind herzlich eingeladen!

 

 

 

1945. Der Vater in Kriegsgefangenschaft, die Mutter hamstert und schiebt, um ihre vier Kinder durchzubringen. Ein Schicksal, das viele teilten. Wie haben der 1938 geborene Autor und seine Familie überlebt? Wie gelang es seinen Verwandten, ein Netzwerk von Schwarzhändlern aufzubauen? Welche Risiken gingen sie ein, welche Ängste durchlitten sie? Und mit welchem Selbstverständnis konnten manche inmitten des täglichen Elends sagen: „Gehungert haben wir nicht“?

Der Autor stützt sich auf Erinnerungen seiner Familie und ergänzt diese durch Auszüge aus Berliner Zeitungen sowie Mitteilungen der Besatzungsmächte. Und er beschreibt, wie der Schwarzmarkt – mehr noch als die Luftbrücke – das Überleben der West-Berliner sicherte. So liefert das Buch wichtige Erkenntnisse zur Berliner Zeitgeschichte vom Kriegsende bis zur Währungsreform

Walther Grunwald, geboren 1938 in Halle, ist Architekt, Stadtplaner und Fotograf. Er war Ende der 1970er Jahre Mitbegründer und mehrmals Spitzenkandidat der „Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger“ (WUB) in Berlin-Zehlendorf. Nach einem Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin war Grunwald als Mitarbeiter in verschiedenen Architekturbüros in den USA tätig, Projektbearbeiter im Rahmen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen in Karatschi und führt seit 1977 ein eigenes Architekturbüro in Berlin. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. Restaurierungen von Schlössern in den östlichen Bundesländern, in Bayern sowie der Unterkirche des Französischen Doms in Berlin. Im Frühjahr 2004 gewann er den Wettbewerb zur Restaurierung der Weimarer Weltkulturerbe-Stätte Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, die jedoch vier Monate später abbrannte. Anschließend wurde er mit der Planung und Bauüberwachung des Wiederaufbaus beauftragt. Bereits 1995 plante er die Sanierung von Schloss und Jagdschneise Ettersburg in der Nähe des KZ Buchenwald bei Weimar. Im Jahr 2010 legte er für das Schießhaus-Gelände in Weimar einen Bebauungsplan vor.

Diethelm Kaiser, geboren 1957, studierte Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Pädagogik in Bonn. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Hagen und Bonn sowie Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam. Von 2001 bis 2016 arbeitete er als Cheflektor, zuletzt auch als Programmleiter beim Berliner Nicolai Verlag. Als Autor und Herausgeber hat er diverse Bücher publiziert, unter anderem über Paul Gauguin, über das Hotel Adlon und über die Berliner Malergruppe „Die Schule der neuen Prächtigkeit“.

Format: 15 x 22 cm, etwa 50 Abbildungen, 296 Seiten, Hardcover

Preis: 22,00 EUR