Jutta Rosenkranz – 100 Jahre Frauenwahlrecht

Jutta Rosenkranz

100 Jahre Frauenwahlrecht

Lesung am Mittwoch, den 31.10.2018 um 20 Uhr

Der Eintritt ist frei!

Sie sind herzlich eingeladen!

 

 

Nachlese zur Lesung vom 31.10.2018

 

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Zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht konnten wir ein aufmerksames Publikum begrüßen. Zuerst erinnerte Jutta Rosenkranz in einem Essay an Hilde Dohm, der engagierten Kämpferin für Frauenrechte. Dann stellte sie aus ihrem neuen Buch „Zeile für Zeile mein Paradies“ Autorinnen vor, die sich für gleiche Bildungschancen der Frauen einsetzen und das bereits vor fast 500 Jahren. Louise Labé forderte schon Mitte des 16. Jahrhunderts ihre Zeitgenossinnen auf, sich Wissenschaft und Kunst zuzuwenden –  ungewöhnliche Forderungen in der Renaissance. Die Zeit reichte noch, um einiges über Bettine von Arnim und George Sand zu hören. Wie bereits zu Mascha Kaléko hat Jutta Rosenkranz auch zu diesem Buch viel zu den einzelnen Schriftstellerinnen recherchiert und interessante Details zusammengetragen. Es gibt immer wieder viel Neues zu entdecken.

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„Die Menschenrechte haben kein Geschlecht“ (Hedwig Dohm)

Jutta Rosenkranz stellt Leben und Werk der Schriftstellerin und Feministin Hedwig Dohm (1831-1919) vor, die bereits 1873 das Wahlrecht für Frauen forderte. Mit intellektueller Schärfe und Humor kämpfte sie gegen veraltete Konventionen und Traditionen, gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Heute gilt Hedwig Dohm als Pionierin der Frauenemanzipation und eine der wichtigsten und vielseitigsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, deren zentrale Texte durch ihre Aktualität überraschen.

Aus ihrem Buch „Zeile für Zeile mein Paradies“ (18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen) liest Jutta Rosenkranz Auszüge aus den Lebensbeschreibungen emanzipierter Autorinnen, die kompromisslos ihren Weg als Künstlerin gingen und gegen gesellschaftliche Konventionen aufbegehrten: Bettine von Arnim, George Sand, Virginia Woolf, u.a. Diese Schriftstellerinnen waren ihrer Zeit voraus und haben sich in ihren Texten für die Rechte der Frauen eingesetzt.

Voriges Jahr hatten wir schon einmal das Vergnügen, Jutta Rosenkranz bei einer Lesung in unserer Buchhandlung zu erleben. Freuen Sie sich auf einen spannenden und interessanten Abend.

Zum Nachlesen: http://www.buchhandlung-binger.de/veranstaltungen/jutta-rosenkranz-mascha-kaleko/#more-3976

Jutta Rosenkranz, geboren in Berlin, studierte Germanistik und Romanistik und lebt als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Sie veröffentlichte 2007 die erste umfassende Biographie über Mascha Kaléko (dtv, akt. und erw. TB-Ausgabe 2012, 14. Auflage 2016) und ist Kuratorin der ersten Mascha-Kaléko-Ausstellung, die sie 2007/2008 für das Literaturhaus Berlin konzipierte. 2012 erschien die von ihr herausgegebene und kommentierte vierbändige Mascha-Kaléko-Gesamtausgabe (Werke und Briefe, dtv).
Sie hat Gedichte, Prosa und literarische Essays veröffentlicht, zahlreiche Autoren-Porträts und Features für den Hörfunk geschrieben und ist Herausgeberin mehrerer Lyrik-Anthologien, u.a. „Berlin im Gedicht“ (2006) und „Letzte Gedichte. Dichter der Welt nehmen Abschied vom Leben“ (2007). Letzte Veröffentlichungen: „Zeile für Zeile mein Paradies“ – 18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen (Piper, 2014) und „‚Eines jeden Glück‘ – Mit Virginia Woolf durch den Garten“ (Insel, 2016). „Die Menschenrechte haben kein Geschlecht – Die Schriftstellerin und Feministin Hedwig Dohm“ (Radio-Feature, RBB 2018).