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José Saramago: Die Reise des Elefanten

José Saramago: Die Reise des Elefanten

Inspiriert von der wahren Geschichte eines indischen Elefanten, den man im 16. Jahrhundert auf spektakuläre Weise über Land und See von Lissabon nach Wien überführte, erzählt José Saramago meisterhaft und voller Ironie von den sagenhaften Abenteuern des Elefanten Salomon und seines findigen Mahuts.

Salomon ist im Besitz von König Johann III. von Portugal. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, Salomon ihrem Verwandten, dem Großherzog Maximilian aus Wien, zum Geschenk zu machen. Mit einem großen Tross wird Salomon samt seinem indischen Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der Alpen steht. Unterwegs wird der ungewöhnliche Reisetrupp mit gefährlichen, anrührenden oder auch kuriosen Situationen und Geschichten konfrontiert. Dabei lernt man nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten kennen, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn herum. Und meistens ist es der Mahut, Narr und Weiser zugleich, der seine Zeitgenossen auf mehr oder weniger charmante Weise demaskiert. Sprachgewaltig und stets mit einem schelmischen Augenzwinkern verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion.

"Leicht und elegant federt Saramago durch die Geschichte, durch die Zeiten." Die Welt

José Saramago, geboren 1922 in der portugiesischen Provinz Ribatejo, widmete er sich ab 1966 verstärkt der Schriftstellerei. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist wurde vielfach ausgezeichnet und erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. Saramago starb im Juni 2010 in seiner langjährigen Wahlheimat Lanzarote.

 

José Saramago: Die Reise des Elefanten. (A viagem do elefante, 2008). Aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis. Frankfurt/M.: Büchergilde Gutenberg, 2011, aufwendig geprägter Vinyleinband, 240 S., 16.90 Euro (D).
Lizenz Hamburg: Hoffmann und Campe, 2010, 19.95 Euro (D)

 

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